Eigenkapitalstrategie

Eine gute Eigenkapitalbasis schützt nicht nur die Reputation, sondern gehört zum wirtschaftlich und finanziell glaubwürdigen Verhalten einer Bank. Unsere Bank gilt für die liechtensteinische Volkswirtschaft als systemrelevant. Es ist deshalb Teil unseres Selbstverständnisses, über genügend qualitativ hochstehende Eigenmittel zu verfügen. Eine solide Eigenkapitalbasis bietet Kunden, Aktionären und Mitarbeitenden einen wichtigen Mehrwert.

Unsere Eigenmittel decken den an unseren Zielen ausgerichteten Kapitalbedarf. Mit der soliden Eigenkapitalausstattung mit ausschliesslich hartem Kernkapital verfügt die LLB-Gruppe über eine weiterhin hohe finanzielle Stabilität und Sicherheit. Per Ende 2014 wies sie eine Eigenmittelausstattung von CHF 1.8 Mia. (31.12.2013: CHF 1.8 Mia.) aus, was einer Tier 1 Ratio von 18.3 Prozent (31.12.2013: 18.8 %) entspricht. Unser Ziel, eine Tier 1 Ratio von über 16 Prozent, haben wir Ende 2014 erneut erreicht.

Die Finanzkraft der LLB-Gruppe soll von den Schwankungen an den Kapitalmärkten unbeeinträchtigt bleiben. Mit Szenario-Analysen beziehungsweise Stresstests simulieren wir Einflüsse von aussen, beurteilen, welche Auswirkungen diese auf unser Eigenkapital haben, und treffen − wo notwendig − Massnahmen zur Risikominimierung.

In der EU gilt seit 17. Juli 2013 das umfassende Reformpaket des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht (Basel III). Dieses zielt darauf ab, das Eigenkapital der Banken hinsichtlich Ausstattung und Qualität zu verbessern sowie die Anforderungen an Liquiditätsvorschriften zu erhöhen. Durch die zusätzliche Einführung einer Verschuldungsgrenze sowie eines antizyklischen Puffers soll der Bankensektor besser gegen Schocks im Finanzsystem geschützt werden (siehe Kapitel «Regulatorische Vorgaben und Entwicklungen»). Das EWR-Land Liechtenstein hat die EU-Eigenkapitalrichtlinie CRD IV (Capital Requirements Directive) und damit den ab 2019 gültigen Basel III-Standard per 1. Februar 2015 in Kraft gesetzt.

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