Erfolgsrechnung

Der Geschäftsertrag reduzierte sich um 29.8 Prozent auf CHF 342.0 Mio. (2013: CHF 487.0 Mio.). Auf vergleichbarer Vorjahresbasis wäre der Geschäftsertrag um 10.1 Prozent tiefer als im Vorjahr. Für diesen Rückgang sind fast ausschliesslich die im Geschäftsjahr 2014 drastisch gesunkenen mittel- und langfristigen Zinsen verantwortlich, welche zu einem stichtagsbezogenen Bewertungsverlust und somit zu Zinsabsicherungskosten von CHF 55.9 Mio. (2013: plus CHF 30.3 Mio.) geführt haben.

Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft vor Wertberichtigungen für Kreditrisiken sank im Geschäftsjahr 2014 um 6.2 Prozent auf CHF 136.6 Mio. (2013: CHF 145.7 Mio.). Gegenüber einer vergleichbaren Vorjahresbasis konnte dieser insgesamt um 0.5 Prozent erhöht werden.

Das Zinsengeschäft mit Kunden verzeichnete gegenüber einer vergleichbaren Vorjahresbasis eine Steigerung von 4.5 Prozent. Dies ist im Wesentlichen auf geringere Zinsaufwendungen bei den Verpflichtungen gegenüber Kunden zurückzuführen. Erwartungsgemäss entwickelte sich das Zinsengeschäft mit Banken wegen historisch tiefer Zinsen und fehlender Anlagealternativen am Interbankenmarkt erneut rückläufig. Für das Geschäftsjahr 2014 wurden Nettowertberichtigungen für Kreditrisiken im Umfang von CHF 1.8 Mio. zulasten der Erfolgsrechnung gebildet. Dies ist Ausdruck der umgesetzten Massnahmen zur Stärkung der Kreditorganisation. Im Vorjahr erfolgte eine Bildung von CHF 25.0 Mio. zulasten der Erfolgsrechnung.

Der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft verringerte sich um 9.4 Prozent auf CHF 190.6 Mio. (2013: CHF 210.4 Mio.). Gegenüber einer vergleichbaren Vorjahresbasis war der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft im Geschäftsjahr 2014 unverändert. Die Courtagen sanken aufgrund der spürbaren Zurückhaltung der Kunden.

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft reduzierte sich signifikant auf minus CHF 23.4 Mio. (2013: plus CHF 58.6 Mio.). Während im Vorjahr ein Erfolg aus Zinssatzswaps von CHF 30.3 Mio. verbucht wurde, resultierten im Geschäftsjahr 2014 Zinsabsicherungskosten von CHF 55.9 Mio. – dies aufgrund drastisch tieferer mittel- und langfristiger Zinsen, welche zu einem stichtagsbezogenen Bewertungsverlust auf den Zinsabsicherungsinstrumenten führten. Der Kundenhandel mit Devisen, Valuten und Edelmetallen konnte gegenüber dem Vorjahr um 14.4 Prozent auf CHF 32.1 Mio. gesteigert werden.

Der Erfolg aus Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet, belief sich auf CHF 36.3 Mio. (2013: CHF 15.6 Mio.). Als Folge der gesunkenen mittel- und langfristigen Marktzinsen resultierten aus den Investitionen in verzinste Anlagen nicht realisierte Kursgewinne. Weiter konnten aus der positiven Kursentwicklung an den Aktienmärkten Kurserfolge verbucht werden. Insgesamt betrugen die Kurserfolge CHF 20.6 Mio. gegenüber CHF 3.3 Mio. im Vorjahr. Die Einnahmen aus Zinsen und Dividenden überstiegen mit CHF 15.7 Mio. jene des Vorjahres um 26.9 Prozent.

Der übrige Erfolg betrug CHF 3.7 Mio. (2013: CHF 81.5 Mio.). Im Vorjahr wurde für die Wertveränderung einer Kaufpreisverpflichtung ein Ertrag in Höhe von CHF 55.4 Mio. verbucht.

Geschäftsertrag 2014

Geschäftsertrag 2014 (Balkendiagramm)

Der Geschäftsaufwand erreichte CHF 271.0 Mio. und liegt um 36.4 Prozent beziehungsweise CHF 155.1 Mio. unter jenem des Vorjahres mit CHF 426.0 Mio. Basierend auf einer vergleichbaren Vorjahresbasis hätte der Geschäftsaufwand im Geschäftsjahr 2013 CHF 280.0 Mio. betragen. Dies entspräche einer Reduktion von CHF 9.0 Mio. beziehungsweise 3.2 Prozent. Die Einsparungen sind Ausdruck der konsequenten Umsetzung unserer Strategie Focus2015 und der Weiterführung des Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramms.

Der Personalaufwand lag mit CHF 163.9 Mio. um 5.4 Prozent unter dem Vorjahr (2013: CHF 173.2 Mio.). Gegenüber einer vergleichbaren Vorjahresbasis wäre der Personalaufwand um 6.2 Prozent gestiegen. Die Zunahme ist auf die positive Kursentwicklung der LLB Aktie und die daraus berechnete variable Vergütung zurückzuführen. Die LLB-Gruppe hatte per 31. Dezember 2014 893 Vollzeitstellen (31.12.2013: 925).

Der Sachaufwand der LLB-Gruppe belief sich für das Geschäftsjahr 2014 auf CHF 74.8 Mio. (2013: CHF 194.1 Mio.) und war damit um CHF 119.4 Mio. tiefer als im Vorjahr – dies aufgrund der Sonderfaktoren im Vorjahr. Der Sachaufwand des Geschäftsjahres 2014 konnte gegenüber einer vergleichbaren Vorjahresbasis signifikant um 10.9 Prozent beziehungsweise CHF 9.1 Mio. reduziert werden.

Abschreibungen und Amortisationen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um CHF 26.4 Mio. auf CHF 32.3 Mio. (2013: CHF 58.7 Mio.). Sonderfaktoren beeinflussten diese Position im Vorjahr. Gegenüber einer vergleichbaren Vorjahresbasis resultieren um 22.7 Prozent tiefere Abschreibungen und Amortisationen.

Die Cost-Income-Ratio lag für das Geschäftsjahr 2014 bei 78.2 Prozent (2013: 67.7 %). Die Zunahme ist im Wesentlichen auf die hohen Zinsabsicherungskosten, bedingt durch die drastisch gesunkenen mittel- und langfristigen Marktzinsen, zurückzuführen.

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