Kreditrisikopolitik

Die LLB-Gruppe unterstützt Privatpersonen, Unternehmen, Kleinbetriebe und Gemeinden bei der Finanzierung ihrer Zukunftspläne. Der Hauptteil der Ausleihungen, nämlich 87.0 Prozent (2014: 86.6 %), waren 2015 hypothekarisch gedeckte Kredite. Überdies gewährten wir Betriebs- und Lombardkredite.

Die LLB-Gruppe verfolgt in allen Divisionen und bearbeiteten Märkten eine konservative Kreditrisikopolitik. Deren feste Bestandteile sind die differenzierte und individuelle Beurteilung von Kreditgesuchen, die konservative Festlegung der Belehnungswerte, die individuelle Einschätzung der Tragbarkeit sowie die Einhaltung der marktüblichen Eigenkapitalerfordernisse. So ist es uns über unterschiedlichste wirtschaftliche Phasen hinweg gelungen, unseren Leistungsauftrag zuverlässig zu erfüllen und die Kontrolle über die Risiken zu behalten.

Ausserhalb der Zielmärkte Liechtenstein und Ostschweiz vergibt die LLB-Gruppe Hypotheken, wenn eine wesentliche Kundenbeziehung vorliegt oder innerhalb nützlicher Frist nachweisbar aufgebaut werden kann. Für Immobilienfinanzierungen halten wir uns an die von der Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA anerkannten Mindestanforderungen bei Hypothekarfinanzierungen der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg). Darüber hinaus wenden wir die EU-Richtlinien für die Prüfung, Bewertung und Abwicklung grundpfandgesicherter Kredite an.

Für unser Lombardkreditgeschäft haben wir eine gruppenweit einheitliche Methodik zur Ermittlung der Belehnungswerte entwickelt. Diese berücksichtigt insbesondere die Liquidität, das Gegenparteirisiko, die Volatilität der Einzeltitel und darüber hinaus die Diversifikation der vom Kreditnehmer hinterlegten und verpfändeten Vermögenswerte. Kredite gegen nicht diversifizierte Wertschriftendeckungen oder Single Asset Lending dürfen im Lombardkreditportfolio nur einen unbedeutenden Anteil betragen. Ausgeschlossen sind Kreditsicherheiten ausserhalb bestehender, geprüfter und freigegebener Märkte.