Risikokategorien

Die LLB-Gruppe ist verschiedenen Risiken ausgesetzt. Sie unterscheidet zwischen den in der Grafik dargestellten Risikokategorien.

Risikokategorien

 

 

 

 

 

Marktrisiko

 
 

Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiko 

 

Kreditrisiko

 

 

 

 

 

Operationelles Risiko

 
 

Versicherungsrisiko

 

Strategisches Risiko

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Reputationsrisiko

Marktrisiko

Das Verlustrisiko resultiert aus ungünstigen Veränderungen von Zinssätzen, Wechselkursen, Aktienpreisen und anderen relevanten Marktparametern.

Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiko

Das Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiko bezeichnet das Risiko, Zahlungsverpflichtungen nicht termingerecht erfüllen oder am Markt zu einem angemessenen Preis Mittel aufnehmen zu können, um aktuellen oder künftigen Verpflichtungen nachkommen zu können.

Kreditrisiko

Das Verlustpotenzial besteht im teilweisen oder vollständigen Ausfall von erwarteten Zahlungsströmen sowie in einer Wertminderung von offenen Guthaben aufgrund der Bonitätsverschlechterung des Schuldners.

Operationelles Risiko

Ein operationelles Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten.

Strategisches Risiko

Strategische Risiken resultieren aus Beschlüssen der Unternehmensführung, welche die Überlebens- und Entwicklungsfähigkeit sowie die Unabhängigkeit der LLB-Gruppe negativ beeinflussen.

Reputationsrisiko

Werden Risiken nicht erkannt, nicht angemessen gesteuert und überwacht, so kann dies neben erheblichen finanziellen Verlusten auch zu einer Rufschädigung führen.

Versicherungstechnisches Risiko

Einzelne Tochtergesellschaften der swisspartners-Gruppe, welche veräussert wurden und per 1. Januar 2015 aus dem Konsolidierungskreis der LLB-Gruppe ausgeschieden sind, sind einem versicherungstechnischen Risiko ausgesetzt.

Hinsichtlich der Auswirkungen der Risiken des Versicherungsgeschäfts ist primär zu unterscheiden zwischen Performancerisiken, diese betreffen die Erfolgsebene des Versicherungsgeschäfts, und Liquiditätsrisiken, diese betreffen dessen Zahlungsebene. Grundsätzlich sollen die Einnahmen aus dem Verkauf einer Police mit dem Ziel angelegt werden, künftige Ansprüche abdecken zu können.

Die Performance wird primär in zwei Bereichen erwirtschaftet, dem versicherungstechnischen Bereich (Liabilities) und dem Kapitalanlagebereich (Assets). Versicherungstechnische Risiken bestehen einerseits darin, dass die kalkulierten Risikoprämien einer Periode nicht ausreichen, um die hieraus resultierenden Schäden finanzieren zu können. Zum anderen können die für die Verpflichtungen aus dem Geschäft früherer Perioden bereitgestellten Schadenrückstellungen nicht ausreichen, diese Verpflichtungen zu decken. Im Kapitalanlagebereich besteht eine Reihe von Investmentrisiken.

Hierzu zählen Marktverluste der Assets (siehe 1. Marktrisiken) sowie darüber hinausgehend die Erzielung eines nicht ausreichenden Einkommens (Zinsen, Dividenden, realisierte Kursgewinne), um bestehende Verpflichtungen zu finanzieren. Auch im Kapitalanlagebereich bestehen Bonitätsrisiken im Sinne eines Kontrahentenausfalls (siehe 3. Kreditrisiken).