Prozessoptimierung

Hoher Automatisierungsgrad

Seit der gruppenweiten Einführung der Bankensoftware Avaloq Banking Suite im Jahr 2011 konnte die LLB-Gruppe ihre Verarbeitungsqualität und Produktivität stetig erhöhen. Group IT hilft, Arbeitsprozesse flexibler zu gestalten sowie Vertriebsprozesse durch Fokussierung und Automatisierung effizienter zu machen.

2015 hat die LLB-Gruppe verglichen mit Benchmarks (CC Sourcing der Universität St. Gallen) sehr hohe STP-Raten (Anteile der Transaktionen, die von Anfang bis Ende des Prozesses vollautomatisch abgewickelt werde) erreicht. So wurden 2015 bereits 92 Prozent aller durchgeführten Zahlungsaufträge elektronisch eingereicht, die STP-Rate lag bei 99 Prozent. Börsenabrechnungen wurden zu über 98 Prozent automatisch verarbeitet und die STP-Rate von Kapitalmarkttransaktionen betrug knapp 80 Prozent. Damit besitzt die LLB-Gruppe gute Voraussetzungen, um grosse Transaktionsvolumina effizient abzuwickeln.

Wir stellen die Lebenssituation unserer Kunden konsequent in den Mittelpunkt, was auch bedeutet, Kontakte so kurz und so angenehm wie möglich zu gestalten. Dazu haben wir 2015 die Abläufe bei den Kredit- und Kundeneröffnungsprozessen beschleunigt und perfektioniert. So konnten wir die Durchlaufzeiten vom Beginn der Bearbeitung eines Kreditantrags bis zur frühestmöglichen Auszahlung deutlich verkürzen.

Die Fortschritte bei der Effizienzsteigerung, der IT-Optimierung und der Vereinfachung von Strukturen führten gegenüber dem Vorjahr zu einer weiteren Kosteneinsparung von 6 Prozent. Die Ausgaben für IT-Projekte lagen 2015 bei CHF 6.8 Mio. 50 Prozent unserer IT-Investitionen − sprich CHF 3.4 Mio. − flossen in Business-Projekte, CHF 2.9 Mio. in unsere Infrastruktur, während die Aufwände und Investitionen für aktuelle Regulierungsthemen CHF 571'000 betrugen (siehe Kapitel «Regulatorische Vorgaben und Entwicklungen»).

2016 steht die Umsetzung der Bestimmungen zum automatischen Informationsaustausch (AIA) im Mittelpunkt. Insbesondere geht es um die Prozesse der Kundenidentifikation und des Steuerreportings sowie die Integration dafür notwendiger komplexer IT-Lösungen.

Shared Service Centers

Als Rückgrat der LLB-Gruppe hat das Corporate Center im Jahr 2015 erheblich dazu beigetragen, das Unternehmen dem erhöhten Wettbewerb anzupassen. Was 2012 mit der Zusammenführung von Zahlungsverkehr, Handel und Wertschriftenverwaltung von LLB und Bank Linth in Shared Service Centers am Hauptsitz in Vaduz begonnen hatte, setzte sich fort. Seit 2014 läuft auch der Zahlungsverkehr der LLB (Österreich) AG in Wien über Vaduz. Seit Juli 2015 ist das Zentralregister der Bank Linth mit der Abteilung Client Master Files der LLB in Vaduz zu einem weiteren Shared Service Center zusammengeführt.

Der Automatisierungsgrad der Shared Service Centers erhöht sich stetig. Sie nehmen jährlich an Benchmarking-Projekten teil, um die Kosteneffizienz und das Leistungsangebot zu überprüfen und zu optimieren. Die kontinuierliche Effizienzsteigerung ist eines unserer Ziele im Zuge der Strategie StepUp2020.