Cross Border Banking

Die internationale Ausrichtung des Finanzplatzes Liechtenstein bringt regulatorische Komplexität im Cross Border Private Banking mit sich. Beaufsichtigte Institute sind bei grenzüberschreitenden Finanzdienstleistungen gefordert, die Erwartungen der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) zu erfüllen und die regulatorischen Bestimmungen im Domizilland des Kunden einzuhalten. Die LLB-Gruppe hat das aus dem Jahr 2011 stammenden Cross-Border-Rahmenwerk 2015 umfassend überarbeitet, um die rechtlichen Risiken einzuschränken, die aus der grenzüberschreitenden Tätigkeit resultieren.

Mit internen Regelwerken stellt die LLB-Gruppe sicher, dass die Mitarbeitenden bei grenzüberschreitenden Tätigkeiten die Vorschriften des jeweiligen Ziellandes einhalten. Im Rahmen der Umsetzung der Strategie Focus2015 hat die LLB-Gruppe entschieden, die internationalen Aktivitäten stärker auf die strategisch und wirtschaftlich bedeutenden Länder auszurichten. Wir konzentrieren uns damit auf unsere Onshore-Märkte Liechtenstein, Schweiz und Österreich, auf ausgewählte Märkte in Westeuropa und auf die Wachstumsmärkte Zentral- und Osteuropa sowie Naher Osten. Diese Bereinigung konnten wir 2015 weitgehend abschliessen.

Durch die Fokussierung auf bestimmte, strategisch und wirtschaftlich bedeutende Länder vereinfachen wir die Kundenbetreuung im internationalen Geschäft. Zudem optimieren wir den professionellen Umgang mit Legal- und Compliance-Themen: Der Aufwand, die rechtlichen und regulatorischen Anforderungen eines Landes zu erfüllen, muss in einem ausgewogenen Verhältnis zum Ertragspotenzial der Kundenbeziehungen und zu den Rechtsrisiken in einem bestimmten Domizil stehen. Dies kann auch zu Ermessensfragen führen und zusätzliche Abklärungen erfordern.