13 Rückstellungen

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in Tausend CHF

 

Rückstellungen für Rechts- und Prozessrisiken

 

Rückstellungen für andere Geschäftsrisiken und Restruktu­rierungs­massnahmen

 

Total 2020

 

Total 2019

Stand am 1. Januar

 

5'255

 

9'651

 

14'907

 

30'661

Zweckkonforme Verwendung

 

–499

 

–2'086

 

–2'585

 

–12'514

Neubildung zulasten der Erfolgsrechnung

 

78

 

681

 

759

 

7'108

Auflösung zugunsten der Erfolgsrechnung

 

–3'869

 

–276

 

–4'145

 

–10'251

Änderungen aufgrund von Wechselkursschwankungen

 

0

 

–110

 

–109

 

–97

Stand am 30. Juni 2020 / 31. Dezember 2019

 

966

 

7'860

 

8'826

 

14'907

Rückstellungen für Rechts- und Prozessrisiken

Nachfolgend werden Verfahren per 30. Juni 2020 beschrieben, die für die finanzielle Berichterstattung von Bedeutung sein könnten. Die LLB-Gruppe ist bestrebt, Schadenersatzforderungen, den Umfang eines Verfahrens oder andere Informationen offenzulegen, sodass es dem Bilanzleser möglich sein sollte, ein allfälliges Risiko für die LLB-Gruppe einzuschätzen.

Die LLB Verwaltung (Schweiz) AG, ehemals Liechtensteinische Landesbank (Schweiz) AG, wurde wegen eines Sachverhalts, der sich 2011 zugetragen hatte, eingeklagt. Der High Court of Justice in London urteilte erstinstanzlich, dass ein Fehlverhalten eines ehemaligen Mitarbeitenden vorliegt und die ehemalige Bank für dessen Fehlverhalten sowie den von ihm verursachten Schaden mithaftet. Die ehemalige Bank haftet nicht aufgrund eines Fehlverhaltens ihrerseits. Die bislang in diesem Fall geleisteten Zahlungen wurden bereits 2017 über den Sachaufwand verbucht. Die LLB Verwaltung (Schweiz) AG hat gegen das erstinstanzliche Urteil Beschwerde erhoben. Die Berufungsinstanz bestätigte das Urteil des High Court of Justice in wesentlichen Punkten. Für die zusätzlichen Kosten des Verfahrens war per 30. Juni 2019 eine Rückstellung in Höhe von CHF 4.3 Mio. gebildet worden. Im Mai 2020 konnte mit den Klägern ein Vergleich erzielt werden. Aufgrund dessen konnte die LLB Verwaltung (Schweiz) AG per 30. Juni 2020 Rückstellungen in Höhe von CHF 3.7 Mio. auflösen. Sie wird ihre Ansprüche gegenüber der Versicherung geltend machen.

Rückstellungen für andere Geschäftsrisiken und Restrukturierungsmassnahmen

Die LLB (Österreich) AG führte am 1. Januar 2020 die Bankensoftware Avaloq ein. Der Dienstleistungsvertrag zur Nutzung der bestehenden Bankensoftware Tambas mit der CPB Software (Austria) GmbH, Wien, kann frühestens zum Ende des Geschäftsjahres 2021 beidseitig gekündigt werden. Für die potenziell zu zahlenden, aber nicht genutzten Dienstleistungsentgelte für die Jahre 2020 und 2021 besteht per 30. Juni 2020 eine Rückstellung von CHF 2.8 Mio. Das Management erachtet diese weiterhin als ausreichend.

Die Rückstellungen für Restrukturierungsmassnahmen beziehen sich auf die im Oktober 2015 kommunizierte Strategie StepUp2020 der LLB-Gruppe. Für daraus ableitbare Kosten, welche Sozialpläne für die Mitarbeitenden betreffen, wurden per 30. Juni 2020 Rückstellungen für Restrukturierungsmassnahmen in Höhe von CHF 1.7 Mio. bilanziert.